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Mittwoch, 9. Dezember 2009

Wüstenerlebnisse

"San Pedro de Atacama" hatten wir uns eigentlich als nächsten Stopp auf dem Weg in den Norden ausgesucht, allerdings entschieden wir uns die 24-stündige Fussaufquellungsfahrt nach 7 Stunden in "La Serena" zu unterbrechen. Wir wollten die kilometerlangen Strände sonnenbadend erkunden.
Das Wetter war uns zwar entsprechend hold, aber eine steife Brise hatte da noch ein Wörtchen mitzureden. Entsprechend war's etwas zu frisch für ein gepflegtes Sonnenbad, allerdings nur für uns europäische "Gfrörli", die Einheimischen plantschten munter in den doch eher als kühl zu bezeichnenden Fluten herum.
In der Hochsaison muss an den Stränden von "La Serena" die Hölle los sein, denn es reiht sich, ähnlich der "Costa Brava" in Spanien, Hotelbunker an Hotelbunker. Während unseres Besuchs glichen die Hotels eher Dinosaurieren, das heisst sie waren völlig ausgestorben.

Die Stadt selbst konnte uns, obwohl angeblich die zweitälteste Stadt in Chile (komischerweise sind beinahe alle bisher besuchten Städte mit diesem Attribut versehen :-)), nicht viel bieten. Hier und da ein Foto eines hübschen Gebäudes aus der Kolonialzeit geschossen, die längst fällige Wäsche in Auftrag gegeben und die riesige Shopping-Mall durchschritten und wir waren nach drei Tagen reif für die Weiterreise nach "San Pedro".
Wir verliessen also unsere überaus schnuckelige Unterkunft "Maria Casa" (mit den gelben Wänden, dem genialen Garten, "Don Quijote" als Eisenskulptur und der Möglichkeit zusammen mit Pancho eigene Lederschuhe herzustellen) um die restlichen 16 Stunden Busfahrt nordwärts anzutreten.

Die "Atacama"-Wüste ist angeblich die trockense Wüste auf unserem Planeten, was man sich bei der Ankunft in "San Pedro de Atacama" auf den ersten Blick gar nicht vostellen konnte. Grün war eindeutig die dominierende Farbe bei der Einfahrt in dieses Oasendorf. Beim Spaziergang durch die Strassen übernahm dann aber erwartungsgemäss braun konkurrenziert von etwas weiss die Vorherrschaft. Zwischen all den Lehmziegelhäusern wähnten wir uns in einem "Wild-West-Film" und warteten eigentlich nur darauf, dass Charles Bronson an der nächsten Strassenecke sitzend uns das Lied vom Tod spielen würde.

Beim genaueren Hinschauen konnte man dann aber feststellen, dass der Tourismus die Revolverhelden bereits aus der Stadt verscheucht hatte. In den Strassen reihen sich Restaurant an Tour-Agentur, nur unterbrochen durch die eine oder andere Hostel- bzw. Residencial-Eingangstüre. Man wundert sich, wo die Einheimischen ihre Quartiere haben.
Die Auswahl an leckeren und erstanunlicherweise sehr gepflegten Restaurants war beinahe unerschöpflich. Eigentlich komisch angesichts der Tatsache, dass rund um die Stadt nichts als Wüste zu finden ist.

Dank der Vielzahl an angebotenen geführten Touren ist es für den in Spendierhosen gekleideten Touristen ein Leichtes sein Geld an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Da unsere Spendierhose durch das viele Waschen bereits etwas eingegangen und nicht mehr sehr angenehm zu tragen war, entschieden wir uns für die Budget-Variante der Umgebungsbesichtigung und machten uns zu Fuss und mit zwei Fahrrädern auf den Weg in die Wüste...

Laut Beschreibung auf der Strassenkartenkopie der Tourismusinformation sollte die "Salina Cejar" ganz einfach zu finden sein: einfach der Strasse Richtung "Toconao" für 7 Kilometer folgen, dann vor dem silbernen Generatorhäuschen rechts auf den Feldweg abbiegen und weitere 17 Kilometer abspulen. Wohlweisslich hatten wir uns mit genügend Wasser ausgerüstet, Proviant eingepackt, Sonnencreme eingeschmiert, Sonnenhut und -brille gesattelt, bevor wir unsere Pos in die Sattel drückten.

Tatsächlich fand sich, der Wegbeschreibung folgend, über Feld-, bzw. Sandwege holpernd, nach gut zwei Stunden strampeln, die gesuchte Lagune. Natürlich durfte auch hier der obligatorische Eintritt entrichtet werden (da gab's auch für Fahrradfahrer keinen Gesundheitsrabatt), bevor der Weg für die Fotosession frei war. Das Bad im Salztümpel wurde aus Motivations- und Badekleidermangel ausgelassen und stattdessen der Rückweg angetreten.

Die Sonne stand mittlerweile schon arg hoch am Himmel und machte gnadenlos von ihrer Muskelkraft Gebrauch. Ausserdem hatte sich das bei der Hinfahrt vorhandene kühle Lüftchen in die Mittagspause verdrückt.
Normalerweise reicht es um einen Rückweg zu bestreiten aus, einfach die Wegbeschreibung rückwärts zu lesen. Das gestaltet sich allerdings etwas schwierig wenn die beschriebenen Wegmarker partout nicht auftauchen wollen. Jedenfalls schien neben dem Lüftchen auch das Generatorhäuschen die Mittagspause angetreten zu haben.
Es stellte sich heraus, dass wir irgendwo im Nirgendwo eine Abzweigung der Sandstrasse verpasst haben mussten, denn plötzlich tauchten am Wegrand Barracken auf, die uns so garnicht bekannt vorkamen...

Glücklicherweise ist die Orientierung in der "Atacama"-Wüste dank der alles überragenden Andenkette vergleichsweise einfach, so konnte die Hauptstrasse zurück nach "San Pedro" nach einem kleineren Umweg wieder gefunden werden.
Die letzten Kilometer auf dieser geteerten Strasse hatten es, wie sich das für letzte Kilometer so gehört, dann noch etwas in sich. Wer schon mal eine längere Tour, per Pedes oder mit dem Velo gemacht hat, kennt vermutlich die Qual am Tourende, wenn man das Ziel schon von Weitem sieht und es, trotz grösster Anstrengung, einfach nicht näher zu kommen scheint. Dass in einem solchen Fall auch die mitgebrachten Flüssigkeitsreserven langsam zur Neige gehen, entspricht dann nur noch Murphy's Gesetz.
Das kühlende Bier nach der Ankunft in "San Pedro" war in diesem Fall mehr als nur verdient!!

Die "Atacama"-Wüste ist wegen ihrer Trockenheit und ihrer Lage der optimale Ort um den Sternenhimmel zu beobachten. Ein etwas verrückter Franzose namens "Alain" hat sich daher mitten im Niemandsland eine Art privates Observatorium eingerichtet, in dem er auch interessierten Laien den Nachthimmel näher bringt. Just während unserem Besuch in "San Pedro" hatte der Mann im Mond den Dimmer seiner Lampe bis zum Anschlag aufgedreht und uns einen Vollmond beschert. Aus diesem Grund waren bis zur letzten Nacht vor unserer Abreise keine Führungen möglich.
Quasi auf den letzten Drücker klappte es dann aber doch noch. Der Sternenhimmel an sich war schon eindrücklich, ihn dann aber noch durch die verschiedenen Teleskope entsprechend vergrössert zu beobachten war dann aber absolut der Hammer! Dazu kamen noch die überaus witzigen Erklärungen dieses französischen Astronomen und Hobbykomödianten. Das war mal eine Tour, die jeden Peso wert war!

Am darauffolgenden Tag war (einmal mehr) stundenlanges Busfahren angesagt. In zehn Stunden sollte der Weg über die Grenze nach "Salta" in Argentinien führen. Glücklicherweise dieses Mal am Tag, denn die Landschaft lieferte bergeweise Postkartenmotive. Von Mond- über Marslandschaften bis hin zu in beinahe allen Farben des Regenbogens schimmernden Gesteinsformationen wurde eine reiche Palette geboten.

Nachdem wir bereits beim Grenzübertritt von Argentinien nach Chile in 3000 Metern Höhe an den Fähigkeiten der Grenzbeamten gezweifelt hatten (man erinnere sich an die etwas lange Wartezeit auf dem "Paso de Libertador"), schwante uns angesichts der Tatsache, dass der angesteuerte Übergang dieses Mal auf über 4000 Meter über Meer gelegen sein sollte, nichts Gutes.... Auch die vor dem Bürogebäude abgestellten Busse liessen keinen Optimismus aufkommen. Als dann auch noch, nach erfolgreicher Stempelergatterung, der Bus hinter eine grosse, staubige Wellblechhalle gefahren und das Gepäck ausgeladen wurde, schien der Fall klar: stundenlanges Gepäckaus- und wieder einpacken...
Tatsächlich mussten auch die ersten paar "Verdächtigen" ihren tragbaren Wäscheschrank der Öffentlichkeit Preis geben.
Die argentinischen Grenzbeamten scheinen aber mit etwas weniger Arbeitsmotivation gesegnet zu sein, als ihre chilenischen Artgenossen (oder vielleicht lags auch einfach an der grösseren Höhe), die meisten Touris, uns eingeschlossen, wurden auf jeden Fall einfach durchgewunken (hatte wiedermal was Gutes zu den langsamen Bernern zu gehören ;-)).
Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei, der Weg frei und "Salta" konnte kommen...

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Iorana (Willkommen) auf der Osterinsel

Nach dem Ausflug nach "Valparaíso", war der Abstecher zu den Osterinseln nächster Programmpunkt auf unserer Südamerika-Liste. Nach der generalstabsmässigen Planung des Inselhopping-Tripps (man erinnere sich an die nicht ganz einfache Flugbuchung und die umständliche Unterkunfts-Buchung) konnte dem Besuch der Steinköpfe eigentlich nicht mehr viel im Weg stehen, würde man denken... Die Taxifahrt zum Flughafen gelang uns dieses Mal ohne nennenswerten Verlust an "Dinero" (Geld) und das Einchecken unseres Gepäcks nach vorgängig durchgeführtem Online-Checkin verlief auch reibungslos (wenn auch die Zeitersparnis durch "online" getrost als marginal bezeichnet werden kann). Allerdings stellte sich heraus, dass unsere Spanischkenntnisse noch nicht ganz über alle Zweifel erhaben sind. Die Dame am Checkin-Schalter hatte eine Bemerkung gemacht, dass es am Flughafen irgendwelche Probleme gäbe und es gar nicht sicher sei, dass der Flieger überhaupt abheben werde. Ganz Reise-Profis, ignorierten wir diese Bemerkung (oder besser gesagt, taten sie als Missverständnis unsererseits ab) und machten uns auf den Weg Frühstück einzufahren.
Der Schreck folgte etwas später, als wir uns, gewohnt mit knapp bemessenen Zeitreserven, zum Gate begeben wollten. Die Warteschlange vor den Sicherheits-Checks führte in drei Umgängen durch die halbe Checkin-Halle! Jetzt wurde auch klar, warum sich bei unserer Ankunft am Flughafen die Fernseh-Teams mit ihren Kameras bereit gemacht hatten. Es ging also weder um eine in "Santiago" ankommende Berühmtheit, noch waren die TV-Paparazzi an uns interessiert. Das Bodenpersonal des Flughafens hatte sich lediglich für seinen Streik genau unser Abflugdatum ausgesucht (da soll noch wer sagen, die Chilenen hätten nichts gegen uns :-))!
Unsere Nervosität steigerte sich von Minute zu Minute, da die auf dem Ticket angegebene Boarding-Zeit bedrohlich näher rückte und wir befürchteten nach dem ganzen Hin und Her im Zusammenhang mit dem Osterinsel-Ausflug nun doch noch den Flieger zu verpassen.
5 Minuten vor besagter Boarding-Zeit, immer noch mindestens 45 Minuten entfernt von der Sicherheitskontrolle in der Menschenschlange feststeckend, gelang es uns dann eine Angestellte der Fluggesellschaft mit unseren zu Fragen zusammengewürfelten Spanisch-Brocken zu bombardieren. Sie konnte uns zusichern, dass der Flieger auf alle Fluggäste warten würde. Unser Puls sackte gleich wieder in gesundheitlich vertretbare Regionen ab und wir konnten dem Treiben der Demonstranten beinahe mit Gelassenheit zuschauen. Obwohl, anderthalb Stunden in einer Schlange stehen macht auch nicht unbedingt glücklich...
Hätten wir die Warnungen der Dame am Checkin-Schalter richtig interpretiert, dann hätten wir uns vermutlich einige Wartezeit ersparen können.

Der Flieger war beinahe schon voll besetzt, als wir uns an den Flightattendants vorbei zu unseren Plätzen schlichen. Zum Glück waren wir aber nicht die letzten fehlenden Passagiere, sonst hätte sich wohl der Groll der bereits seit knapp einer Stunde sitzenden Passagiere auf uns anstatt das streikende Bodenpersonal konzentriert.
Mit einer einstündigen Verspätung hob der Flieger dann schliesslich doch noch Richtung "Rapa Nui" (der eigentliche Name der "Isla de Pascua" oder Osterinsel) ab.

Für 3'700 Kilometer bis zum Feriendomizil des Osterhasen benötige der Flieger gut fünfeinhalb Stunden. Der Abholdienst unserer Unterkunft hatte Geduld bewiesen und wir wurden, wie das in polynesischen Gefielden üblich ist, mit Blumenketten in Empfang genommen und zum "Residencial El Tauke" chauffiert.

LP (Lonely Planet) hatte sich wohlwollend über diese als günstig beschriebene Unterkunft geäussert und uns damit dorthin gelockt. Bereits beim Einchecken erwartete uns allerdings eine Überraschung. Der verlangte Preis für die Müffelbude von Zimmer war gut doppelt so hoch wie vom Reiseführer angegeben und das erst noch ohne Frühstück! Wenigstens war die Hausbesitzerin sehr nett und versorgte uns immer mal wieder mit Tee oder einem Früchtesnack.
Trotzdem ging uns nach kurzer Zeit die Enge unseres sardinenbüchsenähnlichen Doppelzimmers gehörig auf den Wecker und die rumkrabbelnden Achtbeiner machten den Aufenthalt auch nicht wirklich erträglicher.
Als uns dann noch ein deutscher Mit-Steinkopfgucker von seinem Hotel vorschwärmte, war die Zeit reif für einen Wechsel der Unterkunft. Allerdings hatten wir für sechs Nächte eingecheckt und wir wollten die überaus herzliche Hausbesitzerin nicht durch den tatsächlichen Grund unserer vorzeitigen Abreise kränken. Das war also unser Problem. Die Lösung fanden wir in einer kleinen Notlüge. Wir gaben also an aus finanziellen Gründen auf den Camping-Platz im Ort wechseln zu wollen. Sie reagierte erst mit Verständnis, als wir aber am Abend für unsere letzte Nacht in der Müffelbude eintrafen, wartete sie bereits im Hof vor unserem Zimmer.
Lügen haben bekanntlich kurze Beine und so sollte uns unsere kleine Notlüge bereits am selben Tag wie ein Bumerang wieder einholen.
Glücklicherweise war die einzige Möglichkeit der Kommunikation Spanisch und so konnten wir uns, im wahrsten Sinne des Wortes, dumm stellen und ihr Angebot, das Zimmer auch zum Preis eines Platzes auf dem Camping haben zu können mit "no entiendo" (ich verstehe nicht) ablehnen. Sie wird sich allerdings gefragt haben, warum wir von einem Tag auf den anderen plötzlich kein Wort Spanisch mehr verstehen konnten...

Es sollte sich anschliessend herausstellen, dass wir unsere Müffelbude gegen einen Schimmelpalast eingetauscht hatten. Geschieht uns recht!
Das auf den ersten Blick viel bessere und grössere Zimmer im "Residential Martin y Anita" enttäuschte beim genaueren Hinsehen mit verschimmelten Kopfkissen und ebenfalls müffeligem Geruch. Das hier im Preis inbegriffene Frühstück war zwar soweit OK, aber die abgelaufenen Butterportionen (zum Teil ebenfalls bereits etwas angeschimmelt) trübten auch diesen ersten Eindruck etwas.

So, aber fertig gejammert! Eigentlich waren wir bei unserem Besuch auf "Rapa Nui" eher vom Glück als vom Pech verfolgt. Es hatte laut Aussagen der Einheimischen vor unserer Ankunft seit drei Wochen mehr oder weniger ununterbrochen geregnet, aber just an dem Tag als unser Flieger den Boden der Insel berührte zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite. Und auch die restlichen Tage unserer Stippvisite auf der Insel konnten wir trockenen Fusses von Steinkopf zu Steinkopf gelangen. Lediglich nachts goss es teilweise wie aus Kübeln, was uns dann aber eher weniger in die Quere kam.
Besagtes Wetter war für die Auskundschaftung und fotografische Festhaltung der berühmten Steinköpfe überaus vorteilhaft. Die vorbeiziehenden Wolkenknäuel bildeten neben den saftig grünen Wiesen, dem kitschig blauen Himmel und den überaus beeindruckenden Steinköpfen postkartenreife Motive.

Die auf der ganzen Insel verstreuten Figruren lassen sich auf allerlei unterschiedliche Weisen erkunden. Wir setzten hauptsächlich auf Beinarbeit und leisteten uns als Ergänzung für einen Tag einen flitzigen Roller. Auf die kostenmässig etwas aufwändigeren Mittel wie Pferd, Auto und Fahrrad (zwei Fahrräder sind tatsächlich teurer als ein Roller) konnten wir so verzichten und trotzdem auch die auf der anderen Inselseite gelegenen Stätten auskundschaften.

Wie jeder Interessierte auf Wikipedia nachschlagen kann, ist bis heute nicht hinreichend geklärt, welche Bedeutung diese "Moai" genannten Steinskulpturen für die Inselbewohner hatten. Ein weiteres Mysterium ist auch die Frage, wie diese mehrere Tonnen schweren Gesteinsbrocken von ihrem Fertigungsort am Vulkan "Rano Raraku" an die verschiedenen Kultstätten auf der Insel transportiert wurden. Einige Inselbewohner behaupten gar, die Figuren wären jede Nacht einige Schritte selbst gelaufen. Schwer vorstellbar, denn die Figuren haben gar keine Beine ;-).
Der wohl beeindruckendste Ort auf der Insel, neben den verschiedenen "Ahus" (Altare mit den Moais) , ist der bereits erwähnte Vulkan "Rano Raraku", denn hier befinden sich mehrere hundert Steinköpfe, in allen Stadien des Herstellungsprozesses. Als wäre den Inselbewohnern von einem auf den anderen Tag die Lust am Herstellen der Steintypen vergangen. Die Jungs (es gibt anscheinend nur ganz wenige Steinweibchen ;-)) ragen hier in verschiedenen Winkeln kreuz und quer aus dem Boden. Das hat was von: "Bestellt aber nicht abgeholt".

Fertig Geschichtsstunde: Eigentlich reichen 3-4 Tage um das Besichtigungsprogramm abzuspulen, wir hatten also mit unseren 6 Tagen jede Menge Zeit. Zeit um sich zum Beispiel eines bedeckten Tages noch den längst fälligen Sonnenbrand zu holen (schon tausend Mal erlebt und doch durch die Erfahrung noch nicht schlauer geworden ;-)).

Da sich bereits die Anreise nicht ganz problemfrei gezeigt hatte, durfte dem natürlich auch die Rückreise in nichts nachstehen. Der Flieger sollte zur unchristlichen Zeit um 5:30 Uhr den Inselboden verlassen. Unser Hostel-Transferdienst wollte uns deshalb um 4:00 Uhr zum Flughafen kutschieren.
Anscheinend war aber bereits Abends klar, dass der ankommende Flieger (der uns dann beim Rückflug mitnehmen sollte) verspätet sei. Da aber die genaue Zeit nicht klar war, versprach unser Fahrer uns rechtzeitig zu wecken...
Rechtzeitig war in diesem Fall nicht die versprochene Stunde vor der Abfahrt (gemütlich Rucksack packen und evtl. sogar noch duschen), sondern lediglich ein paar Minuten bevor die nächsten Gäste am Terminal abgegriffen werden sollten. Da auch die Abflugzeit nicht ganz klar war, kam zum Morgengrauen noch etwas Hektik auf (und Hektik ist nun wirklich nicht die Stärke der "easy-going" Inselbewohner...).

Erstaunlicherweise hatte dann aber doch noch alles zeitlich irgendwie geklappt und wir sassen im (natürlich) verspäteten Flieger zurück auf's Festland nach "Santiago".

Sonntag, 29. November 2009

Santiago und Valparaíso

Von "David Copperfield" (der regelmässige Leser wird sich an unseren Taxifahrer mit den schnellen Händen erinnern) hatten wir uns zum Ableger der "Hostelling International"-Kette in "Santiago" chauffieren lassen. "HI" ist gemeinhin ein einigermassen sicheres Qualitätsmerkmal für Backpackerunterkünfte weltweit und wir wurden auch hier nicht enttäuscht. Allerdings hatte die Qualität, sprich Sauberkeit, hier auch preislich ein etwas höheres Niveau. Aus diesem Grund entschieden wir uns bereits nach einer Nacht den etwas sterilen Bettenbunker wieder zu verlassen und unser Übernachtungsglück einige Meter weiter in der "Casa Roja", also im roten Haus, zu versuchen. LP (Lonely Planet Reiseführer) hatte uns eine Zitat: "Spitzenvilla aus dem 19. Jahrhundert, vollgestopft mit Backpackern, die im eleganten Wohnzimmer, in den Innenhöfen oder Gärten, hinterm Haus und der Gemeinschaftsküche herumhängen" versprochen. Die Beschreibung traf den Nagel auf den Kopf! Jede Menge Leute in einem hammermässigen Herrschaftshaus aus dem vorletzten Jahrhundert, der Garten ausgestattet mit Swimmingpool, Jacuzzi, Bar und Cricketübungsplatz. Was allerdings letzterer in einem Hostel verloren hat bleibt rätselhaft... Rumhängen war bei einem Grossteil der Bewohner dann auch Beschäftigung Nummer eins, und wo viele Leute zusammenkommen kann mitunter auch etwas Lärm entstehen, manchmal auch Nachts. Da erhalten Oropax und Konsorten eine wichtige Funktion im Kampf gegen die Geräusche der knarrenden und quietschenden Dielen während nachtschlafender Zeit.
In diesem Inbegriff einer Jugendherberge bleiben mitunter kuriose Begegnungen natürlich nicht aus. Da kann es schon mal vorkommen, dass frühmorgens ein, offensichtlich etwas verwirrter, junger Mitbewohner im Adamskostüm zum Wasserlassen das Damenklo aufsucht...

Neben dem sehr amüsanten Hostelleben bot "Santiago" für unseren Geschmack eher wenig. Wie ein Zuhausegebliebener bereits durch eine Google-Recherche ausfindig gemacht hatte, war die Anzahl an Sehenswürdigkeiten in dieser chilenischen Grossstadt doch eher beschränkt. LP's vorgeschlagener Stadtrundgang hatte uns bereits in wenigen Stunden Fotos von den wichtigsten Gebäuden und Plätzen schiessen lassen und so konnten wir uns wichtigeren Dingen widmen, wie Bustickets organiseren oder "Completos" essen. "Completo", übrigens, ist ein chilenischer Strassensnack, der als sehr naher Verwandter des Hotdogs angesehen werden kann. Brötchen und Würstchen werden in Tomatenwürfelchen, Avocadosauce (ähnlich einer Guacamole) und Mayonnaise beinahe ertränkt (siehe Bild). Mit Ketchup garniert eine himmlische Kalorienbombe, zudem noch günstig und an jeder Strassenecke zu bekommen!

Um der smogverseuchten Luft von "Santiago" zu entwischen, war ein Ausflug in das 120 Kilometer entfernte "Valparaíso" eine gute Möglichkeit. Laut verschiedener Quellen sei die Stadt wegen ihren Schrägliften und farbigen Häusern in Hanglage eine Reise wert. Also durften wir uns dieses UNESCO-Weltkulturerbe natürlich nicht entgehen lassen.
Dass die Blütezeit von "Valpo" bereits einige Jahre bis beinahe Jahrhunderte her ist, durfte man jeweils beim Besteigen der getrost als etwas wackelig zu bezeichnenden "Ascensores" feststellen. Die Fahrt in den klapprigen Holzkisten auf Schienen liess einen beinahe die Entscheidung treffen, das nächste Mal den beschwerlichen Umweg über die Treppe auf sich zu nehmen... Der Ausblick auf die Stadt mit ihren in die Hügel geklebten, farbigen Häuserfronten war dann aber das Risiko und den Angstschweiss allemal wert (für den Weg runter konnte dann immer noch auf die Treppe ausgewichen werden :-))!

Zurück in "Santiago" hätte eigentlich noch die fotografische Festhaltung der berühmten Dunstglocke über der Stadt auf dem Programm gestanden, da aber das Wetter dieses Mal nicht ganz mitspielen wollte, musste dieser Programmpunkt ausgelassen werden. Die Smog-Dunstglocke kommt in Kombination mit einer geschlossenen Wolkendecke einfach weniger gut zur Geltung als bei strahlendem Sonnenschein...

Mittwoch, 18. November 2009

Mendoza, Visa, Santiago und David Copperfield

Nachdem die Kälte in "Bariloche" unseren Bewegungstrieb und auch die Neugier auf die Stadt etwas gebremst hatten, zeigte nun in "Mendoza" das Thermometer zwar wieder "bewegungsfreundlichere" Werte zwischen 25 und 30 Grad, aber unsere Trägheit fand vorerst trotzdem kein Ende. Jetzt waren gesundheitliche Gründe dafür verantwortlich, dass wir nicht auf Touren kamen.
Nachdem wir den (zugegebenermassen dreisten) Versuch unternommen hatten die 2 Kilometer zwischen dem Busterminal und unserer Unterkunft per Pedes hinter uns zu bringen, befand einer unserer beiden Rücken nach einer heftigen Hustattacke (wir waren noch von den arktischen Temperaturen gezeichnet ;-)) es sei genug, was sich in quälenden Kreuzschmerzen manifestierte.

Hexenschuss lässt bekanntlich nicht mit sich spassen, daher mussten wir unser Aktivitätenprogramm entsprechend etwas anpassen, bis sich der Knoten im betroffenen Rückgrat wieder löste. Dank Schonprogramm, Tigerbalsam und schmerzkillenden Tabletten in hohen Dosen, war die zwischenzeitliche Bewegungseinschränkung glücklicherweise nach einigen Tagen ausgestanden. Jetzt konnte also das zuvor rekognoszierte Terrain auch vom zweiten Teil unserer Reisegruppe inspiziert werden.

"Mendoza" mit seinen breiten Strassen und zahlreichen Plätzen (laut unserem Reiseführer von den Stadtplanern seit dem letzten Erdbeben als Fluchtraum für die Bevölkerung bei zu erwartenden erneuten Wacklern eingerichtet) bot für unseren etwas verlangsamten Bewegungsrhytmus und den eingeschränkten Bewegungsspielraum genügend Platz für zwischenzeitliche Erholungstimeouts auf diversen Parkbänken (Sportler sollen sich während und nach erfolgter Genesung ja auch nicht gleich wieder mit Intensivtrainings übertun :-)).
Der eigentlich geplante Weinbergausflug per Fahrrad (mit Degustationen natürlich) fiel dem Rotstift zum Opfer, dafür wurde das Naherholungsgebiet am Stadtrand entsprechend häufiger besucht. Sich in den Schatten legen und mit dem bereits liebgewonnenen "Lonely-Planet"-Reiseführer die bereits geplante Reiseroute wieder und wieder abändern kann auch eine sehr befriedigende Beschäftigung sein ;-).

Damit der ortsansässigen Weinindustrie und unseren Gaumen trotz der verpassten Weintour doch noch etwas Gutes getan werden konnte, und da wir in unserem Hotel keinen Zugang zur Küche hatten, mussten wir uns wohl oder übel für Speis und Trank an die zahlreichen Restaurants vor Ort wenden. Da durften dann auch die für die Region so bekannten "Malbec"-Weine auf Herz und Nieren geprüft werden. Sehr passend zum einen oder anderen "Bife de Lomo". Das argentinische Fleisch mussten wir noch geniessen, denn anschliessend sollte uns unser Weg über die Anden nach Chile führen. Aber dazu später mehr...

Erstmal sollte der Kopfschmuck den angehobenen Temperaturen angepasst werden. Gar nicht so einfach einen Friseur zu finden... Die überaus freundliche Dame an der Reception unseres Hotels (Einstern-Hotels sind in "Mendoza" günstiger als Hostels und vermutlich um einiges sauberer und ordentlicher) wusste Rat. Häufig ist ja guter Rat teuer, in diesem Fall war das aber ganz und gar nicht so! Der Figaro verlangte nach kurzem und schmerzlosem Einsatz seiner Schermaschine lediglich 10 Pesos (also knapp 2 Franken 50)! Klar man könnte jetzt monieren, dass für einen "Coupe Steppenbrand" (Kurzhaarschnitt mit der Maschine ;-)) auch nicht mehr zu verlangen sei, aber das war der Preis für egal welchen Männerhaarschnitt (Frauen hätten übrigens auch nur 15 Pesos bezahlt)!!
Ok, die schlechte Bezahlung könnte auch der Grund für die doch recht eigenwilligen Haarkreationen der argentinischen Männerwelt sein :-)...

Wenn man bedenkt, dass ein knapp 15-minütiger Anruf in die Schweiz, zwecks Bereinigung eines nicht vorhandenen Problems mit der Visa-Karte, mehr kostet als ein Haarschnitt, erstaunt es nicht, dass zwar alle 20 Meter ein "Locutorio" (Laden zum Telefonieren) steht, aber kaum je ein Friseurladen zu finden ist.

Zu viel Zeit für Routenplanung führt häufig dazu, dass neue Alternativrouten zusammengestellt werden. Genau aus diesem Grund hatte auch die bereits vor der Abreise begrabene Idee mit dem Ausflug auf die "Osterinseln" neuen Zündstoff erhalten. Ursprünglich als zu teuer abgetan, erschien auf einmal die Möglichkeit die polynesische Inselgruppe mit ihren mysteriösen Steinköpfen zu erkunden als sehr interessant.
Also flugs Flüge gebucht, getreu dem Slogan "Visa, die Freiheit nehm' ich mir!". Im Internet per Kreditkarte bezahlen kann aber durchaus seine Tücken haben, wie wir herausfinden durften. Dank der zusätzlichen Sicherheitschecks der kartenausgebenden Bank (UBS in unserem Fall) schien der Bezahlvorgang schiefgelaufen zu sein. Auf jeden Fall erhielten wir von der Fluggesellschaft ein Mail mit der Aufforderung die missglückte Zahlung bis in wenigen Tagen per Internet, Hotline oder direkt im Büro in Santiago de Chile nachzuholen, da sonst die Reservation verfallen würde.
Der erneute Anruf im Cardcenter der Visa ergab denselben Befund wie beim letzten Mal, mit der Karte sei alles in Ordnung. Da fragt sich der Plastikgeld-Benutzer natürlich wo da der Hund begraben liegt, wenn mit einer intakten Karte kein Geld ausgegeben werden kann.
Da der Link zur Bezahlung des Fluges per Internet natürlich auch nicht funktionierte und die angegebene Hotlinenummer sich lediglich mit einer unverständlichen, spanischen Mailboxstimme meldete, blieb uns nichts anderes übrig als bei unserer Ankunft in "Santiago de Chile" das Büro der Fluggesellschaft aufzusuchen.
Die, zwar durch ein laufendes Telefonat abgelenkte, aber ansonsten sehr freundliche Dame in besagtem Büro machte uns dann darauf aufmerksam, dass die Bezahlung ja bereits erfolgt sei. Im Glauben etwas falsch verstanden zu haben mussten wir erst zweimal nachfragen, bis wir diese Nachricht richtig einordnen konnten. Anstatt also unseren Flug zu bezahlen, fanden wir uns mit der Aufgabe konfrontiert unsere Sitzplätze im Flugzeug auszusuchen.
Dies zu meistern war allerdings nicht annähernd so schwierig wie nachher eine passende Bleibe auf der Insel zu organisieren...

Die Empfehlungen von LP (Lonely-Planet) waren uns bisher bei der Organisation reisebudgetschonender Unterkünfte immer sehr behilflich gewesen, daher schenkten wir auch dieses Mal LP unser Vertrauen.
Im "Locutorio" gleich um die Ecke wurde schliesslich die Herausforderung telefonischer Unterkunftsreservation in Angriff genommen. Allerdings blieb das Erfolgserlebnis lange Zeit aus. Die Dame an der Kasse des Ladens muss sich wohl ihre Sache gedacht haben, wenn wir zum wiederholten Mal ohne einen erfolgreichen Anrufaufbau und daher ohne einen Peso abzudrücken aus dem Laden schlichen. Ausser Besetzt-Zeichen und nicht enden wollendem Rufton war nichts aus dem Hörer zu vernehmen. Unterwasserkabel mussten gerissen, Satellitenverbindungen unterbrochen und somit die "Osterinseln" von der Umwelt abgeschnitten sein!!!
Doch weit gefehlt, das Problem war viel einfacherer Natur... Unser lieb gewonnener LP (Lonely-Planet) hatte lediglich die Telefonnummernumstellung vor zwei Jahren nicht mitbekommen, da er mit Jahrgang 2007 knapp an der Altersgrenze scheiterte.
Der Typ in einem anderen "Locutorio" hatte die glorreiche Idee gehabt, unsere gewünschte Rufnummer durch den Compi zu schicken und hatte auch gleich die fehlende 2 ausfindig gemacht.
Mit den sieben richtigen Zahlen, lachte uns dann das Glück und bereits nach dem ersten Rufton konnte die Reservation abgewickelt werden.

Was bis hierhin noch fehlt ist die ganze Geschichte mit der Einreise nach "Chile" und der überaus "magischen" Ankunft in "Santiago".
Die siebenstündige, oder in unserem Fall achtstündige, Fahrt von "Mendoza" nach "Santiago de Chile" führt bekanntermassen über die Andenkette. Rein distanzmässig würde man annehmen, dass sieben Stunden sehr, sehr konservativ ausgelegt seien und auf jeden Fall ausreichen sollten um diesen Katzensprung hinter sich zu bringen. Die Tücke liegt aber im Detail, sprich beim Grenzübergang auf 3000 Metern über Meer. Die doch schon recht dünne Luft scheint die chilenischen Grenzbeamten etwas mehr zu behindern, als die einreisewilligen Bustouristen. Anders lässt sich nicht erklären, wie man für die Abfertigung einer Busladung Leute 1,5 Stunden vergehen lassen kann (die einstündige Wartezeit vorher nicht eingerechnet!).
Auf den ersten Blick scheint es dann auch etwas lächerlich, dass es die Grenzbeamten mit ihren Röntgenscannern hauptsächlich auf "geschmuggelte" Äpfel und Birnen abgesehen haben (oder auch andere planzliche und tierische Produkte).
Natürlich versuchen die Chilenen damit lediglich ihre Landwirtschaft vor bei ihnen unbekannten Seuchen und Krankheiten zu schützen.
Das obligate touristenverwirrende Einreiseformular durfte natürlich auch hier nicht fehlen. Allerdings waren die Chilenen weniger an den mitgebrachten Mobiltelefonen interessiert (wie das die Argentinier sind), als viel mehr, wie bereits erwähnt, an Äpfeln und Birnen. Andere Länder, andere Sitten...

Dank der äusserst ineffizienten Hochgebirgs-Apfeljäger waren wir also knapp eine Stunde verspätet in "Santiago" angekommen. Nach kurzen Problemen am Geldautomaten (aha, ausländische Karte im Menu auswählen, bevor Geld ausgespuckt wird) empfing uns bereits ein äusserst freundlicher Herr und geleitete uns zu seinem Taxi. Ganz Touristenführer zeigte er uns auf der Fahrt zum Hostel gleich einige Sehenswürdigkeiten der Stadt und rief uns einige Sicherheitstipps im Umgang mit dem Rucksack in einer Grossstadt ins Gedächtnis zurück. Das Taxameter leuchtete uns 7'500 Pesos entgegen, also knapp 15 Franken, was für eine Fahrt dieser Länge durchaus Ok scheint.
Beim Bezahlen machte unser netter Taxifahrer dann allerdings Gebrauch von etwas weniger netten Taschenspielertricks. Dieses Mal ganz "David Copperfield" zauberte er aus dem eben erhaltenen 20'000 Pesos-Schein mit einem kurzen Huster einen 1'000 Pesos-Fetzen und forderte von uns die angeblich fehlenden 6'500 Pesos ein.
Plötzlich wollte der vorher wenigstens gebrochen Englisch sprechende Herr dieser Sprache nicht mehr mächtig sein und unser Spanisch war noch nicht krisengeprüft genug, daher gelang es uns nicht diesen Halunken von seinem "Irrtum" zu überzeugen. Da hätte wohl nur noch rohe Gewalt gewirkt. Als neutralitätsgewohnte Schweizer sind wir leider in der Anwendung martialischer Kampfkünste eher unterbelichtet, also entwischte uns "David" ohne blaue Flecken, dafür mit einem schönen Trinkgeld im Sack.